Programmablaufplan (PAP)

Aufgabenstellung: Aufruf einer Schrittkette via einer Funktion (FC)

Der vorgestellte Programmablaufplan (engl. Flowchart) beschreibt eine Funktion, die mit Step7 zu programmieren ist. Diese zeigt, wie und unter welchen Bedingungen eine bestimmte Struktur einer Schrittkette <GoToStep> aufgerufen werden kann. Siehe Auszug aus FC12 (SK2).

PLC-Tips

Funktionsbeschreibung / Übersicht

Im FB10 (MultiInstanz-FB) Hauptablauf der Station wird im Netzwerk 1 die Station initialisiert. Dabei werden alle interne Merker gelöscht.

 

Im Netzwerk 2 wir die Schrittkette FC10 (RI) Richten aufgerufen. Dabei gehen Zylindern und Antriebe zur Grundstellung. (Hier kein S7-Programm)

 

Im Netzwerk 3 wir die Schrittkette FC11 (SK1 Beladen) FC12 (SK2 Beladen und Entladen) aufgerufen

 

In den Netzwerken 4 bis 10 findet die Verwaltung des Hauptablaufs statt.  

Programmablaufplan

Aufruf einer Schrittkette via einer Funktion

Die FC11 (SK1) veranlasst das Beladen der ersten drei Rohlinge; dabei ist M13.4=0.

Die FC12 (SK2) übernimmt das Be- und Entladen der nachfolgenden Rohlinge bzw. Werkstücke; dabei ist M13.4=1

Der FB180 (MultiInstanz-FB) Hauptfunktion Rundtisch. Der Baustein ruft sämtliche Funktionen des Rundtisches

Die FC181 Ablaufsteuerung des Rundtisches

Abfrage  <steps=1>

Wird das Bit <steps> auf "1" gesetzt, so kann der Ablauf der Schrittkette gestartet werden.

Initialisierung <steps> auf "0" setzen

Die Initialisierung der Schrittkette kann zu jedem Zeitpunkt stattfinden, wenn das Bit <steps> auf "0" gesetzt ist. In diesem Fall wird via <GoToStep> mit dem Parameter "0" zur Marke "S0" in Netzwerk 3 gesprungen. Alle Variablen sind gleich Null.

S7-Programm:

Auszug aus FC12 (Beladen/Entladen)

 

 

Netzwerk 3: SK2 Warte auf Freigabe

S0:   R     "M01 ST SK2 Akt"

 

      U     "ST01".SK2.S.steps

      =     "ST01".SK2.S.stepd

      BEA  

      .

      .

      .

 

Netzwerk 7: Bohrungs-Kontrolle Ventil Y6 auf

S4:   U     "ST01".SK2.S.stepa

      =     "A01 Y6 AS"

 

      U     "E01 Y4 GS"

      =     "ST01".SK2.S.c1.start

      L      3

      T     "ST01".SK2.S.c1.soll

 

      UN    "ST01".SK2.S.c1.done

      BEB  

      =     "ST01".SK2.S.stepd

 

      L     8.760000e+003

      L     "USER".PEW266

      >R   

      SAVE 

      L     8.560000e+003

      >R   

      U     BIE

      =     "M01 WT1 iO"

      SPB   m004

      =     "M01 WT1  BlsFe"

      BEA  

m004: L     10

      T     "ST01".SK2.S.stepnew

      BEA 

 

Netzwerk 8: M8 BE-Einheit Y4 zur Pos.14 niO fahre

S5:   U     "ST01".SK2.S.stepa

      =     "POSMO".M8.nostop

 

      U     "ST01".SK2.S.stepfc

      SPBN  m500

      L     "POSMO".M8.Y4_pos14

      T     "POSMO".M8.MDI_sollpo

      BEA  

m500: U     "ST01".SK2.S.stepa

      U     "POSMO".M8.ready

      =     "POSMO".M8.Start

 

      U     "POSMO".M8.inpos

      =     "ST01".SK2.S.stepd

      BEA  

      .

      .

      .

 

Netzwerk 13: Y10 Zwischenhub, M8 Y2 Pos.15

S10:  S     "A01 Y10 AS"

      R     "A01 Y10 GS"

 

      U     "ST01".SK2.S.stepa

      =     "POSMO".M8.nostop

 

      U     "ST01".SK2.S.stepfc

      SPBN  m100

      L     "POSMO".M8.Y2_Pos15

      T     "POSMO".M8.MDI_sollpo

      BEA  

m100: U     "ST01".SK2.S.stepa

      U     "POSMO".M8.ready

      =     "POSMO".M8.Start

 

      U     "POSMO".M8.inpos

      =     "ST01".SK2.S.stepd

      BEA  

      .

      weiteres S7-Programm

Bohrungs-Kontrolle

Ziel ist es, im Netzwerk 7 (S4) das Werkstück vor dem Beladen auf Gültigkeit zu prüfen. Ist das Ergebnis nicht in Ordnung (nIO), wird zum Schritt 5 bis Schritt 9 gesprungen, um das Werkstück in den Ausschuss-Behälter zu entladen.

 

Ist das Ergebnis in Ordnung (iO), wird gezielt für den normalen Betrieb zum Schritt 10 gesprungen.

Abfrage VKE

In jedem Sprung zum Schritt wird durch <GoToStep> das VKE automatisch auf "1" gesetzt.

<stepd> auf "1" setzen

Eine Weiterschaltbedienung erfolgt, wenn das Bit <stepd> Signalwechsel von "0" nach "1" erkennt - Beispiel beim erreichen einer Position

Abfrage <stepa>

Mit der Abfrage von <stepa> kann der Anwender Befehle setzen/zurücksetzen. Dieses Bit ist auf "1" gesetzt, solange <stepd> gleich "0" ist.

Abfrage <stepfc>

In jedem Sprung zum Schritt wird das Bit <stepfc> für einen SPS-Zyklus auf "1" gesetzt.

FC setzt <stepa> auf "0"

FC setzt <stepd> auf "0"

FC setzt <stepa> auf "1"

FC setzt <stepfc> auf "0"

FC setzt <stepa> auf "1"

FC setzt <stepfc> auf "1"

FC übergibt Schritt "n"

Abfrage <stepnew>

Wird zum Variabel <stepnew> ein Zielschritt "n" transferiert, so wird mit dem Parameter "n" via <GoToStep> zum Schritt "Sn" gesprungen. Bleibt <stepnew> unverändert, wird automatisch zum nächsten Schritt <stepact+1> gesprungen.

Abfrage <stepact>

Wird <stepact> größer als  <stepmax>, dann setzt die FC die Schrittkette zwangsläufig auf Null <stepact=0>.

Die Schrittkette wir initialisiert und die Weiterschalt-Bedingungen sind unwirksam.

 

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